Institut für Zoo- und Wildtierforschung
Umbau und Erweiterung
 
     

Das Leibniz-Institut hat an seinem Standort durch Umbau und Erweiterung des Gebäudekomplexes die einzelnen Forschungsbereiche neu geordnet. Der Gebäudebestand wurde durch den Umbau eines ehemaligen gründer-zeitlichen Wohnhauses, einen Verbindungsbau (Erweiterungsbau II) und einen Neubau (Erweiterungsbau I) erweitert. Die einzelnen Gebäude sind alle miteinander verbunden. Im Erweiterungsbau II wurden Büroarbeitsplätze untergebracht. In den 4-geschossigen Neubau, der südlich an die Giebelseite des vorhandenen 3-geschossigen Gebäudes angebaut wurde, sind die Forschungsbereiche Reproduktionsbiologie, Evolutionsökologie und Reproduktionsmanagement eingezogen. Im Bestandsgebäude sind nach dem Umbau die Abteilungen Wildtierkrankheiten, Evolutionäre Genetik und Teile der Evolutionären Ökologie sowie Speziallabore untergebracht worden.

Das 1984 errichtete Institutsgebäude, ein Betonskelettbau, das 1994 eine neue Fassade und neue Heizung erhielt, wurde jetzt auch im Inneren saniert, in dem die Institutsräume einen zeitgemäßen Standard erhielten. Durch den bestehenden Haupteingang führt der in kräftigen Farben gestaltete Flur in den Neubau: einen Klinkerbau, dessen Südfassade zum angrenzenden Tierpark orientiert ist und mit einer vor das Gebäude tretenden Metall-Lamellen-Konstruktion zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung ausgestattet ist. Hier befinden sich der Hörsaal mit 56 Plätzen, ein Pausenraum mit Verbindung zum Garten, Werkstätten, Sammlungen und Büros in den Obergeschossen. Im Dachgeschoss ist die aufwendige Lüftungstechnik untergebracht, die das Haus mit der nötigen Luftqualität versorgt. Im Keller befinden sich Kühlräume und Kühlgeräte, in denen Gewebeproben verschiedener Tierarten zu Vergleichszwecken lagern.

Der neu gestaltete Garten ist Bestandteil des Projekts und bietet Raum zum Aufenthalt mit einer Wiese, einem Baumhain und einem Teich, der auch als Regenüberlauf fungiert. 102 Mitarbeiter haben durch Neubau und Sanierung optimale Arbeitsbedingungen erhalten.

 

Projekt: Umbau u.Erweiterung Institut für Zoo- und Wildtierforschung,
Alfred-Kowalke-Straße 17

Bauherr:
IZW im Forschungsverbund Berlin e.V., Berlin
Architekt:
CNA-CASA NOVA Architekten, Berlin
Landschaftsarchitekt:
atelier 8, Landschaftsarchitekten, Berlin
Bauzeit:
2002-2006 und 2009-2013

Nördlich des Tierparks in Friedrichsfelde befindet sich der Standort des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Das Institut ist aus der 1973 gegründeten „Forschungsstelle für Wirbeltierforschung“ (FWF) der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangen. Die FWF wurde bis 1990 vom Direktor des Tierparks Prof. H. Dathe geleitet.
Mit den durchgeführten Baumaß-nahmen konnten die Bedingungen für die wissenschaftliche Arbeit wesentlich verbessert werden.

   
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