Eweiterung Sana Klinikum  
  Fotos © Henning Koepke    

Die denkmalgeschützte Pavillionanlage des Oskar-Ziethen-Krankenhauses wurde durch den Lichtenberger Stadtbaurat Uhlig entworfen und 1911-14 realisiert sowie später erweitert. Auf der Grundlage eines Realisierungs-wettbewerbes von 1995 wurde die Möglichkeit geschaffen, den Standort zu modernisieren, notwendige Erweiterungen und Umbauten sowie die städtebauliche Arrondierung umzusetzen. Die Zufahrt und der Hauptein-
gang an der Fanninger Straße wurden durch die Neubauten Haus A und Haus B neu gestaltet. Der Haupteingang im Haus A mit angeschlossener Verteilerhalle stellt die Schnittstelle zum verbleibenden Isoliergebäude her und erlaubt den Durchgang auf das Gelände. Die oberirdisch getrennten Baukörper bilden unter Straßenniveau eine räumliche und funktionale Verbindung zwischen Alt und Neu, da das vorhandene Gangsystem der Bestandsbauten aufgenommen und erweitert wurde.
Folgende Funktionsbereiche sind in den Neubauten untergebracht:
Haus A: (Haupthaus)
– Notfallmedizin mit Rettungsstelle, Radiologie und Sonographie;
– 3 Bettengeschosse mit 6 Stationen der Allgemeinpflege,
– im 4. OG das OP-Zentrum mit 5 Operationssälen und Intensivstation,
– im UG befinden sich Endoskopie, physikalische Therapie und Zentralsterilisation, die direkt an die OP-Abteilung    angebunden ist.
Haus B: (Eckgebäude)
– Notfallaufnahme, Spezialsprechstunden und Untersuchungsbereich für infektiöse Patienten, Intensivstation mit    10 Betten,
– gemeinsam mit Haus F 3 Stationen Kinderklinik, Allgemeinpflege und direkter Verbindung zwischen Neu- und    Altbau, Physiotherapie.
Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude Haus C, D und F wurden saniert und teilweise neu organisiert:
Haus C:
– pathologisches Institut, Büros und Verabschiedungsbereich.
Haus D:
– geriatrische Tagesklinik, Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie, Psychologie, Sozialdienst, Kardiologie,    Sonographie, Bibliothek.
Haus F: (Eltern-Kind-Zentrum)
– Neonatologie, 4 Kreißsäle und Wöchnerinnenstation, Pädiatrische Tagesklinik mit Zugang zum Innenhof mit    Spielplatz,
– Sozialpädiatrisches Zentrum SPZ, Spezialsprechstunden Frauenklinik,
– Mammographiezentrum, Apotheke und Verwaltung.

Die Außenanlagen wurden entsprechend dem garten-denkmalpflegerischen Gesamtkonzept gestaltet, so
dass die Atmosphäre des Ensembles in seiner Gesamtheit wirkt.

 

Projekt: Erweiterung Sana Klinikum,
Fanningerstraße 32

Bauherr:
Sana Klinikum Lichtenberg
Architekt:
Deubzer König Architekten GmbH, Berlin
Landschaftsarchitekt:
Kamel Louafi, Berlin
Bauzeit:
2006-2012

Das traditionsreiche Oskar-Ziethen-Krankenhaus ist seit 1914 eng
mit der Geschichte Lichtenbergs verbunden und gehört heute durch
die Sanierung und Erweiterung der Kliniken und Institute zu den be-
deutendsten medizinischen Einrichtungen der Stadt Berlin. Die Sana Kliniken Berlin Brandenburg GmbH hat mit den Neubauten ein
nach modernen Gesichtspunkten organisiertes Haus mit der not-
wendigen Zentralisierung der wesentlichen Funktionen geschaffen.

   
zurück  

Tafel als PDF