Neubau Werkstatt für Menschen
mit Behinderung
 
       

Die Lichtenberger Werkstatt für Behinderte gGmbH (LWB) ist eine durch die Bundesagentur für Arbeit anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen. Sie besteht seit 1991. Die LWB verfügt insgesamt über sechs Betriebsstätten im Bezirk Lichtenberg, zu denen auch der neu errichtete Werkstattkomplex an der Bornitzstraße gehört.
Grundlage für die Planungsaufgabe war in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz die Zielstellung, 120 neue Werkstattplätze für behinderte Menschen zu schaffen, die die spezifischen körperlichen und geistigen Voraussetzungen dieses Personenkreises in besonderer Weise berücksichtigen.
Mit der Durchführung eines Architekturwettbewerbes 2005 beabsichtigte die LWB eine optimale Lösung in funktionaler, technischer, wirtschaftlicher, städtebaulicher und architektonischer Hinsicht für den Werkstatt-
neubau zu finden. Aus 14 Wettbewerbsteilnehmern wurde der Preisträger – GAP Gesellschaft für Architektur und Projektmanagement – mit der Realisierung beauftragt.

Der unmittelbare Stadtraum an der Bornitzstraße ist durch die südlich gelegene Wohnbebauung, nördlich angrenzende Gewerbestrukturen, einen benachbarten Bürokomplex sowie eine öffentliche Sportfläche und Gewerbebrachen geprägt. Der Neubau des Werkstattkomplexes gliedert sich in einen langgestreckten 3-ge-schossigen Baukörper, an den kammartig die 1-geschossigen Werkstätten angebaut sind. Der 65m lange Riegel beherbergt Umkleiden, Waschräume, Speisesaal und Aufenthaltsräume, Büroräume, Lager- und Wirtschaftsräume. Die Werkstätten gliedern sich in die Arbeitsbereiche Wäscherei, Elektromontage,Sortieren/Verpacken/Montieren und Faltbootreparatur.

Zur Bornitzstraße orientiert ist ein kleiner Vorplatz gestaltet, dem der Eingangsbereich zugeordnet ist. Die Fassaden der Werkstätten bestehen aus Holzverschalung und gebäudehohen Glasflächen. Innerhalb der Werkstätten dienen zwei Atrien der natürlichen Belichtung und Klimatisierung. Als Konstruktion wurde ein Skelettbau gewählt mit weitgehend stützenfreien Räumen. Die vertikale Erschließung erfolgt über zwei Treppenhäuser und einen Personenaufzug. Die Gebäude sind durchgehend barrierefrei gestaltet.
In Zusammenarbeit mit der Transsolar Energietechnik GmbH wurde ein Gebäudeklimakonzept erstellt, dass u.a. vorsieht, die Wärme der Abluft über Wärmepumpen in die Fussbodenheizung der Werkstätten einzuspeisen.

 

Projekt: Neubau Werkstatt für
Menschen mit Behinderung,
Bornitzstraße 63, 65

Bauherr:
LBW – Lichtenberger
Werkstatt für Behinderte gGmbH

Architekt:
GAP Gesellschaft für
Architektur und Projektmanagement, Berlin

Bauzeit:
2008-2009

Charakteristisch für den Bezirk Lichtenberg ist ein Nebeneinander
von ausgedehnten, durchgrünten
Wohngebieten und großen Gewerbegebieten. An einer dieser Schnittstellen wurde am südlichen Rand des Gewerbegebietes Herzbergstraße die Werkstatt für Menschen mit Behinderung neu errichtet.
Die Lichtenberger Werkstätten für
Behinderte gGmbH haben sich in engagierter Weise durch die Aus-
lobung eines Architekturwettbe-
werbes diesem Ort angenommen.

BGF: 3.000m²
Werkstatt: 120 Plätze
   
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